Radschnellwege

Radschnellwege können angelegt werden, wenn ein Potential von mindestens 2.000 Fahrradfahrern pro Tag für diese Strecke besteht. Sie sind in der Regel 4 m breit und mindestens 10 km lang. Sie verknüpfen wichtige Start- und Zielbereiche mit hohem Nutzerpotential über größere Entfernungen.

Unser Ziel ist es, mit dem Bau von Radschnellwegen insbesondere in urbanen Räumen und Metropolregionen einen Teil des Pendlerverkehrs vom Kfz auf das Fahrrad zu verlagern. Dadurch lassen sich auch Lärm- und Schadstoffemissionen reduzieren.

Radschnellwege sind nur attraktiv, wenn darauf zügig und zugleich sicher gefahren werden kann. Deshalb müssen sie eine möglichst direkte Linienführung, wenige Haltepunkte (z.B. an Kreuzungen) und Fahrbahndecken mit hoher Qualität bieten. Sie sind in der Regel getrennt von anderen Verkehrsarten zu halten. Auch der Fußverkehr soll grundsätzlich getrennt geführt werden.

Der Freistaat begleitet zwei Modellprojekte zu Radschnellwegen in den Großräumen München und Nürnberg. Dabei werden grundsätzliche Fragestellungen zu Baulast, Trägerschaft und Finanzierung beispielhaft beleuchtet. Die Erfahrungen aus Planung und Bau sollen Grundlage für weitere Radschnellwege in Bayern sein. Untersuchungen zu weiteren möglichen Radschnellwegen laufen bzw. liegen vor.

Planung und Bau von Radschnellwegen in Bayern richten sich nach der gesetzlichen Baulast. Für kommunale Radschnellwege stehen zusätzliche Fördermöglichkeiten des Freistaats sowie die Finanzhilfen des Bundes für die Planung und den Bau von Radschnellwegen zur Verfügung (siehe Förderung).

Für die Aufstellung der mit dem Fördermittelantrag einzureichenden Potenzial- und Nutzen-Kosten-Analyse hat die Bundesanstalt für Straßenwesen einen Leitfaden und ein Berechnungstool veröffentlicht.

 

Radschnellweg
© Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr